Du willst ein richtig guter Reiter oder eine richtig gute Reiterin werden? Dann bist Du hier genau richtig. Wir geben dir die besten Tipps, wie Du dein Ziel erreichst. Zusätzlich zu unseren Tipps solltest Du dir natürlich öfter mal einige Stunden bei einem Reitlehrer gönnen, um dein Können zu verbessern. Doch auch unabhängig davon, kannst Du viel dafür tun, dich im Reiten zu verbessern. Was das ist, zeigen wir dir hier.

 

Unbändiger Wissensdurst über alles, was mit dem Reiten zu tun hat

Klar, Reiten kann man nicht in der Theorie und um ein guter Reiter zu werden, braucht es viel Übung und Praxiserfahrung. Trotzdem solltest Du dein Wissen rund um das Thema Reiten nicht vernachlässigen. Um ein richtig guter Reiter zu werden, brauchst Du auch die entsprechende Theorie und viel Hintergrundwissen über Pferde und das richtige Training. Dafür musst Du auch mal ein Buch zur Hand nehmen, einen Kurs besuchen, dir Dokumentationen anschauen usw.

Durch Wissen verstehst Du auch, warum man z. B. welche Übung macht oder warum dein Pferd reagiert, wie es reagiert. Natürlich kannst Du das nicht alles sofort wissen. Aber Du kannst diesen Wissensdurst entwickeln.

Wichtig ist auch eine positive Einstellung zum lebenslangen Lernen. Schliesslich lernt man niemals aus und hat jeden Tag die Möglichkeit, etwas Neues zu entdecken. Ausserdem wirst Du nie alles wissen, egal, wie lange Du schon reitest. Das anzuerkennen und dir immer wieder neue Lernmöglichkeiten zu suchen, macht dich zu einem guten Reiter. Bleib neugierig und offen gegenüber neuen Sichtweisen und Theorien und versuche, diese auch wirklich nachzuvollziehen. Wenn Du etwas liest, siehst oder hörst, von dem Du glaubst, es schon zu wissen, höre trotzdem zu. Irgendetwas Neues ist immer dabei, das dich als Reiter weiterbringen wird.

Eine gute Selbsteinschätzung

Nichts hindert dich mehr am Vorankommen als ein zu grosses Ego. Eine gesunde Selbsteinschätzung ist wichtig, um dich im Reiten zu verbessern. Denn nur wenn Du weisst, was Du kannst, was Du noch nicht kannst und wo deine Stärken und Schwächen liegen, kannst Du das optimale Training für dich finden.

Dir fällt es schwer, dich und dein Können selbst richtig einzuschätzen? Damit bist Du nicht alleine. Selbsteinschätzung kann man üben. Hole dir zunächst einfach Einschätzungen von Freunden, die bereits besser reiten als Du oder von Trainern und Coaches. So bekommst Du etwas Unterstützung und kannst deine Selbsteinschätzung mit der Zeit verbessern.

Übrigens: Eine gute Selbsteinschätzung ist auch für dein Pferd wichtig. Denn überschätzt Du regelmässig euer Können, wirst Du euch öfter in brenzlige oder sogar gefährliche Situationen bringen. Umgekehrt bringt es aber genauso wenig. Unterschätzt Du dich und dein Pferd ständig, werdet ihr euch nie richtig fordern und euch wird schneller langweilig.

Tierliebe und Dankbarkeit für dein Pferd

Das A und O um ein guter Reiter zu sein, ist natürlich die Liebe zu Pferden. Dein Pferd ist kein Sportgerät, sondern ein Lebewesen und Freund. Dazu gehört stets auf die Gesundheit und das Wohlergehen deines Pferdes zu achten und das vor alle anderen Ziele zu stellen. Als guter Reiter siehst Du dich und dein Pferd als Team. Ihr respektiert, achtet und unterstützt euch gegenseitig und seid dankbar über eure einzigartige Verbindung. So arbeitet ihr nicht gegeneinander, sondern miteinander.

Verbringe viel Zeit mit deinem Pferd, halte es möglichst artgerecht und natürlich, lerne über seine Anatomie und Herkunft, lass es regelmässig vom Tierarzt durchchecken und versuche, dich immer in dein Pferd hineinzuversetzen. So gewinnt ihr viel Vertrauen zueinander und werdet bald ein richtig gutes Team, das alle Hindernisse zusammen meistert.

Wir finden, dass deine Tierliebe aber sogar noch über die zu deinem eigenen Pferd hinaus gehen sollte. Siehst Du, dass Pferde schlecht behandelt werden, solltest Du das immer ansprechen und auf Missstände etc. in deinem Stall aufmerksam machen. Dazu gehört auch, keine Stunden von Lehrern zu nehmen, bei denen Du ein schlechtes Gefühl hast oder Pferde aus zweifelhafter Zucht zu kaufen und diese damit zu unterstützen.

Geduld, Fleiss und Demut

Ein guter Reiter ist geduldig, fleissig und demütig. Er weiss, dass er nicht alles weiss und noch viel zu lernen hat. Natürlich hättest Du lieber früher als später Ergebnisse, doch als guter Reiter übst Du dich in Geduld und bleibst diszipliniert, auch wenn sich nicht so schnell Erfolge einstellen, wie Du gerne hättest.

Gute Kommunikation mit deinem Pferd

Dein Pferd ist dein Freund und Partner und entsprechend solltest Du auch mit ihm kommunizieren. Eine gute Kommunikation zeigt dem Pferd mit kleinen Hilfen, was Du von ihm willst und ist pferdefreundlich. Du solltest niemals mit Angst arbeiten und dein Pferd zu etwas zwingen. Denn das zerstört euer Vertrauen und hat nichts mit guter Kommunikation zu tun.

Gute Kommunikation ist gewaltfrei, aber trotzdem (oder gerade deswegen) effektiv. Dazu gehört auch, dass Du konsequent bist und dich an deine eigenen Regeln hältst. Sonst verwirrst Du dein Pferd und es weiss gar nicht mehr, was es von dir erwarten soll. Lerne, die Körpersprache deines Pferdes zu verstehen und noch präzisere Hilfen zu geben. Lobe dein Pferd oft.

Klappt etwas nicht so, wie Du es dir vorgestellt hast, suche den Fehler zunächst bei dir. Vielleicht weiss dein Pferd gar nicht, was Du von ihm willst, weil Du das nicht klar gemacht hast. Oder vielleicht hast Du dir auch eine Übung ausgesucht, die gar nicht zum Alter oder Trainingsstand deines Pferdes passt.

Setze dir SMARTe Ziele in Bezug auf das Reiten

Um ein guter Reiter zu werden, musst Du zunächst genau wissen, was das für dich bedeutet. Dafür brauchst Du klare Ziele. Arbeite dafür mit der SMART Formel. Das bedeutet, dass dein Ziel

Spezifisch
Messbar
– Erreichbar (Achievable)
Realistisch
Terminiert

sein sollte.

Am besten ist es, wenn Du dir ein grosses Ziel setzt und das in viele kleine Teilziele aufteilst. So hast Du direkt auch einen Plan zum Erreichen deines Ziels.

Hilfsbereitschaft und Kollegialität unter Reitern

Tausche dich regelmässig mit anderen Reitern aus, denn so erhält man oft die besten Tipps zum Reiten. Es macht Spass, auch nach dem Reiten noch mit anderen über das liebste Hobby zu reden und sich lustige Anekdoten, spannende Erlebnisse und eigene Erfahrungen zu erzählen. Denn sind wir mal ehrlich: Als Reiter reden wir eh die meiste Zeit darüber. Das ist auch gut so, denn man kann viel von den Erfahrungen anderer lernen.

Lass dir aber nicht nur helfen, sondern helfe auch selbst. Auch wenn Du noch nicht so gut bist, hast Du ebenfalls hilfreiche Erfahrungen mit deinem Pferd gemacht, die anderen helfen können. Sei offen für Kritik und andere Meinungen. Denn letztendlich will jeder Reiter im Grunde nur das Beste für sein Pferd.

Ein guter Reiter wird jeden Tag ein bisschen besser

Mache dir Gedanken über die Arbeit mit deinem Pferd. Ein Sprichwort sagt: „Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Traum“. Mache dir deshalb einen Plan, um deine Ziele als Reiter zu erreichen und arbeite jeden Tag ein bisschen daran. Es ist besser, Du machst kontinuierliche und kleine Fortschritte als dich nur ab und an zu verbessern. Natürlich wirst Du auch mal Rückschläge haben und Tage, an denen es einfach nicht klappen will. Das gehört dazu!

Jetzt wollen wir von dir wissen: Welche Tipps hast Du, um ein richtig guter Reiter zu werden? Und welchen unserer Tipps möchtest Du als erstes ausprobieren? Poste das auf Social Media und markiere uns. Wir sind gespannt auf deine Beiträge.